Bei der CDU findet ein Paradigmenwechsel statt:
CDU verabschiedet Umweltschutz-Papier
Oh, wow!
Die Federführung hatte Ole von Beust. Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnet die Kernkraft als “Öko-Energie”.
Ach so. Ja nee, is klar …
Die Partei erklärt darin eine Politik der Nachhaltigkeit zu ihrem Leitbild.
Oh, wow!
Dabei setzt die Partei anders als SPD und Grüne auf längere Laufzeiten der Atomkraftwerke. “Kernkraft ist für die CDU Öko-Energie”, sagte Generalsekretär Ronald Pofalla.
Ach so. Ja nee, is klar …
Er machte deutlich, dass mit der Neubetonung der Klima- und Umweltpolitik auch neue Wählerschichten erschlossen werden sollen.
Die, die aus klima- und umweltpolitischen Gründen bisher nicht die CDU gewählt haben? Und die kriegt man mit Atomenergie?
Klimaschutz soll “Kernziel der Union” sein. Dabei könne der Vorschlag von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel, “den CO2-Ausstoß pro Kopf der Bevölkerung weltweit festzulegen und zu begrenzen”, Ansatz für einen “sinnvollen Dialog zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern” bieten.
Ja, wenn man mit der Grenze schön vorsichtig umgeht und sie gaaaaaanz vorsichtig, so im Verlauf mehrerer Jahrzehnte, absenkt. Aber nicht vor 2042 damit anfangen!
Eine am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuer wird befürwortet.
Oh, wow!
Ein “starres Tempolimit” auf deutschen Autobahnen lehnt sie weiter ab.
Ach so. Ja nee, is klar …
Höhere Energieeffizienz, einen Ausbau erneuerbarer Energien
Oh, wow!
sowie einen Ersatz alter durch “moderne saubere” Kohlekraftwerke nennt das Papier als Bausteine einer klimafreundlichen Energiepolitik.
Ach so. Ja nee, is klar … “Saubere Kohlekraftwerke”. Für wie blöd …?
Auf den Beitrag der Atomenergie zur Stromerzeugung könne “auf absehbare Zeit” nicht verzichtet werden.
Ah, für so blöd. Hier wäre nur etwas genauer zu spezifizieren, wie lang die “absehbare Zeit” nun genau ist. Macht einfach so weiter, und sie wird deutlich kürzer ausfallen als erwartet.
Dem Fahrrad schreibt die CDU eine “Schlüsselrolle” zu und will sich “konsequent für eine Stärkung des Radverkehrs” einsetzen.
Oh, wow!
…
Wie jetzt, an dieser Stelle ausnahmsweise kein komplett behämmertes Aber? Wer hat denn da gepennt, oder ist das nur besser versteckt im Konzept? Dann prognostiziere ich mal, daß in absehbarer Zeit (haha) die ergänzende Information auftauchen wird, daß das keinesfalls unter Rück- oder Umbau bestehender Kfz-Infrastruktur geschehen darf und selbst dann nur, wenn genügend Geld dafür vorhanden ist, das seinerseits keinesfalls aus einem für die KFz-Infrastruktur geplanten Topf umgewidmet werden darf.
Bei Produkten seien Warnhinweise, Inhaltsangaben oder Gebrauchsanweisungen verständlich und klar zu formulieren.
Oh, wow!
Eine reine Farbkennzeichnung von Lebensmitteln mit einer Nährwert-”Ampel” lehnt die CDU als “stigmatisierend und irreführend” ab.
Ach so. Ja nee, is klar … Aber immerhin beruhigend, daß das Unfugsmuster nach dem Fahrrad-Fauxpas wieder funktioniert.
Der mündige Verbraucher, “der informiert ist und auf Augenhöhe entscheiden kann”, stellt das Leitbild dar.
Liebe CDU!
Wenn es überhaupt genügend viele “mündige Verbraucher” gäbe, würden die sich von diesem komplett bescheuerten Ja-Nein-Vielleicht-Fellwaschen-Nichtnaßmachen-Durcheinander sowas von verarscht fühlen, daß der Schuß ziemlich nach hinten losginge. Daß die CDU diesen Schritt trotzdem macht, läßt klar erkennen, mit wievielen mündigen Verbrauchern sie rechnet und was sie infolgedessen vom Stimmvieh insgesamt hält.