So blöd, daß es wehtut

Der kleine Volker probiert eine Pointe:

Kauder empfiehlt Müntefering Harry Potters Zauberschule

[…] Es sei eine „unmögliche Verknüpfung“, die Höhe der Hartz-IV-Bezüge mit der Forderung nach einem Mindestlohn zu verbinden, so Kauder. […] Müntefering solle „in Harry Potters Zauberschule gehen“, wenn er immer wieder sein Zauberwort „Mindestlohn“ gebrauche, so Kauder.

Es ist an der Zeit, daß Vollzeitpolitikern unter Androhung von Körperstrafen verboten wird, ihre unsäglichen und peinlichen Versuche, originell oder gar komisch zu sein oder sich an die Durchschnittsbevölkerung ranzuwanzen, indem sie versuchen, irgendwelche Schlagwörter, die sie für en vogue halten, weil sie sie kürzlich in der Boulevardpresse aufgeschnappt haben, hilflos und willkürlich in ihren Wortdurchfall zu integrieren, in aller Öffentlichkeit vorzunehmen.

Für die Zukunft: Bitte das mit den Metaphern gar nicht erst versuchen und ansonsten öfter mal die Fresse halten! Überlaßt das In-die-Pfanne-Hauen von Politikern doch bitte versierten Kabarettisten.

(Anmerkung: Ich bin kein expliziter Harry-Potter-Apologet, die Bücher sind ganz nett, aber hier tatsächlich nur der Aufhänger für die stümperhaften Übungen eines erfolglosen Möchtegernkomikers.)

Aber machen wir doch mal da weiter, wo der kleine Volker aufgehört hat und gucken, was passiert. Was ihm mangels Lektüre schonmal entgangen zu sein scheint, ist, daß Harry Potter zu den Guten gehört. Was die Gruppe seiner Gegenspieler zu den Bösen macht, die natürlich einen Anführer haben. Frau Merkel mag über den Lady-Voldemort-Vergleich nun vielleicht nicht so begeistert sein, aber das macht mal unter Euch aus. Alles klar, Wormtail?

Spiegel Online