Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Hamstern war’s nicht

Dienstag, 12. Mai 2009

Auch der baden-württembergische Wirtschaftsminister kann nicht mit Geld umgehen:

Befürchtungen, man könne die Nullverschuldung angesichts der wachsenden Beanspruchung des Haushalts aufgeben, teilt Pfister nicht. »Aktion Eichhörnchen ist ein Markenzeichen dieser Landesregierung«, will heißen, man sorge (»wie jede gute schwäbische Hausfrau«) in guten Zeiten vor, lege Geld auf die hohe Kante, um dann in Krisenzeiten »via Konjunkturpaket« dieses Geld einzusetzen.

Wenn man es denn wiederfindet.

Wie ich schon sagte, sind Eichhörnchen als Methapernträger in Sachen Vorsorge und Planungssicherheit denkbar ungeeignet. Sie vergraben ihre Nüßchen, sie finden vielleicht die Hälfte davon wieder und das per Geruch. Für den ministeriellen Umgang mit Geld würde ich mir eine andere Vorgehensweise wünschen. Es bleibt dabei: Politiker sind als Metaphernbenutzer ungeeignet.

Aber wen wundert’s — der Mann ist nun mal  in der FDP.

Inselhumor

Donnerstag, 07. Mai 2009

In England ist eine neue Arbeitsteilung geplant:

Großbritannien: Privatfirmen sollen Fingerabdrücke für Biometrie-Ausweise erfassen

Also – nichts gegen englischen Humor, aber nun wird’s langsam zur Boulevardkomödie.

Oder wollen nach den Datensicherheitserfahrungen der Vergangenheit die Behörden lieber gleich von Anfang an nichts damit zu tun haben?

Offenbar aus Kostengründen erwägt Home Secretary Jacqui Smith nun, die Erfassung von Fingerabdrücken künftig in Postfilialen, Apotheken, Fotoläden oder Drogerien durchführen zu lassen.

Oder bei OBI?

“Während die beteiligten Firmen von einer erhöhten Besucherfrequenz profitieren, können Kunden ihre biometrischen Merkmale kurzerhand beim Shopping registrieren lassen”, erläutert Innenministerin Smith die Vorzüge ihres Plans […]

Und wo doch diese Datensätze schon beim Erfassen so praktisch dicht nebeneinanderliegen, könnte man sie doch auch gleich in eine einzige Datenbank …?

Hoppla! Hoffentlich habe ich jetzt englische Wirtschaftsunternehmen nicht auf dumme Gedanken gebracht!

[…] und versichert gleichzeitig, dass die Enrollment-Vorgänge einer “strengen Kontrolle durch das Ministerium” unterlägen.

Einmal pro Woche holt ein Kurier einen USB-Stick mit den Daten ab und fährt mit der U-Bahn ins Ministerium?

Was? Touristen?

Sonntag, 12. April 2009

Die Politik befürchtet Kundschaft:

Nun fürchtet Christoph de Vries ein Verkehrschaos, wenn Touristen und Hamburger Beach-Club-Fans in Scharen zu den Landungsbrücken strömten.

Eine Situation, die den Landungsbrücken bis dato völlig unbekannt war. Na, hoffentlich merken diese Touristen nicht, daß sich keine 500m weit weg diese Reeperbahn befindet. Am Ende gucken die sich das auch noch an!

Luftig

Dienstag, 16. September 2008

Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff über die Wertschöpfungskette:

“Man kann nicht mit dünner Luft Geld verdienen”

Nur mit heißer.

Spiegel Online

Dänemark doch in den Alpen

Dienstag, 02. September 2008

Google stellt seinen neuen Browser Chrome vor:

Es ist ja löblich, daß Osteuropa und der Balkan von der russischen Exklave Ostpreußen über Tschechien und die Slowakei bis hin zu Mazedonien und dem Marmarameer recht akkurat wiedergegeben werden, aber daß Dänemark jetzt vom Skagerrak über Rheinmündung und -quellen bis nach Rumänien reicht, verwundert doch etwas.

Googlebooks, S. 13

Volltanken!

Montag, 07. Juli 2008

Die Tagesschau sucht nach Ursachen und Ausblicken:

Wird der Preis in absehbarer Zeit wieder sinken, oder müssen wir uns mit dauerhaft steigenden Ölpreisen abfinden?

Ich wäre bereit, einen Tip abzugeben.

Und nach wie vor umstritten ist die Rolle von Spekulanten. Treiben sie kaltschnäuzig den Preis nach oben – oder drückt sich in der Preisrallye nur das herannahende Ende des Ölzeitalters aus?

Sind wir auch ganz sicher, daß es sich hier um ein exklusives Oder handelt …?

Tagesschau

Einpacken oder geht’s so?

Montag, 16. Juni 2008

ebay ändert ein paar Bestimmungen:

Es ist nicht mehr möglich die Versandart und -kosten ausschließlich in der Artikelbeschreibung anzugeben.

Die Kategorie „Immobilien“ ist von dieser Neuregelung ausgenommen. Hier werden grundsätzlich keine Versandkosten angegeben.

Schade aber auch.

Bitte beachten: Auch die Option „Abholung“ gilt als Versandart.

Auch bei Immobilien?

ebay

Datenbankgeheimnis

Samstag, 31. Mai 2008

Ex-Telekom-Sicherheitschef Knoke weiß mehr:

Auch bei anderen großen deutschen Konzernen würden Journalisten ausspioniert. “Schauen Sie mal in andere Dax-Unternehmen. Das ist gang und gäbe. Da waren wir nicht die einzigen.” Namen von Unternehmen wollte er aber nicht nennen.

Wenn man mal in die Liste guckt, fällt aber recht bald auf, daß keines der anderen 29 Unternehmen auf einem solch gewaltigen Berg von ungefilterten Vorratsdaten sitzt, deren Auswertung bekanntlich eine tragende Säule der ganzen Affäre und deren Speicherung überhaupt noch Gegenstand einiger noch zu klärender verfassungsrechtlicher Fragestellungen ist.

Was die anderen „auch“ machen, kommt da also noch oben drauf. Beeindruckender Befreiungsschlag!

Nachtrag: Sieht so aus, als hätte auch die Lufthansa spannende Vorratsdaten.

Spiegel Online

Vorratsdatenspeicherung

Montag, 26. Mai 2008

Die Telekom hat bekanntlich ein bißchen rumgeschnüffelt:

Fälle von Fehlverhalten müssten aufgeklärt werden und harte Konsequenzen nach sich ziehen. “Die aktuellen Vorwürfe, wenn sie sich bewahrheiten, widersprechen klar unserem Verständnis von Datenschutz.”

Und gegebenfalls, möglicherweise, unter Umständen, vielleicht auch geltendem Recht?

Die Telekom habe 240.000 korrekt arbeitende Mitarbeiter, die sein Vertrauen genießen würden.

Die waren auch nicht das Problem …

Spiegel Online

Huhuhu!

Freitag, 21. März 2008

Beim NABU gibt es einige Informationen über den Vogel des Jahres 2005:

Wegen seiner nächtlichen Lebensweise galt der Uhu als Vogel der Unterwelt, als Trauer- und Totenvogel. Sein Erscheinen bedeutete Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod.

Offenbar wäre auch Consulting ein natürlicher Lebensraum für Uhus, da man offenbar vier Reiter (inklusive Pferden!) mit ausschweifend formuliertem Fachkonzept dermaßen effizient durch einen einzigen geflügelten Berater ersetzen kann – Karriereweg vorgezeichnet.

Daß das Erscheinen von Beratern im Projekt Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod bedeutet, ist sicher nur ein böses Gerücht.

NABU

So! Nein, so! Oder so?

Montag, 27. August 2007

Komischerweise gibt es keine universellen Ratschläge zu Bewerbungen:

In den Regalen türmen sich die Bewerbungs-Ratgeber. Jeder Experte weiß es besser und gibt einen anderen Tipp. Aber nie werden die Personalrecruiter gefragt, die Dutzende Bewerbungen am Tag lesen.

Und fragt man sie dann doch, sind sie sich nicht einig und jeder gibt einen anderen Tip. Jemand überrascht?

Focus